2010 I-LOV - Ortungsübung an der THW-Bundesschule in Hoya vom 08.08 – 13.08.2010 Unsere Fachgruppe biologische Ortung wurden zur I-LOV - Präsentation an der Bundeschule Hoya eingeladen, um mit unseren Rettungshunden die Suche nach verschütteten Personen zu unterstützen. Die Übung wurde vor internationalem Fachpublikum (Gäste des israelischen Katastrophenschutzes) auf dem neu angelegten I-LOV - Gelände durchgeführt. I-LOV steht für „Intelligentes sicherndes Lokalisierungssystem für die Rettung und Bergung von Verschütteten“. I-LOV ist ein Forschungsprojekt, welches durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Sicherheitsforschung gefördert wird, zur Handyortung von Verschütteten, ortbare Westen für Einsatzkräfte, Bio-Radar-Systeme, Ortungssonden (Endoskopie), Erkundungsroboter, Überwachung der Bewegung von Trümmerteilen, Einbeziehung von juristischen und sozialwissenschaftlichen Analysen. Die gesammelten Ergebnisse laufen in einem mobilen System für Einsatzkräfte zusammen. Zudem arbeiten in dem Projekt Universitäten, Industrieunternehmen, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zusammen. Unsere Aufgabe bestand darin, die SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland) mit unseren Rettungshunden und Helfern bei der Suche nach verschütteten Personen zu unterstützen. Die Schadenslagen waren: eine sogenannte schiefe Ebene, ein teilzerstörtes Haus, eingestürzte Häuser mit Schichtungen und Randtrümmerhaufen mit unterirdischen Tunnelsystemen. Beim Übungsablauf wurden die verschiedenen Schadensbilder einzeln mit Hunden abgesucht. Die von den Hunden angezeigten, verschütteten Opfer wurden bis zur Übernahme und Bergung durch die SEEBA von uns betreut. Die medizinische Versorgung übernahm die Rettungsassistenten. Um an die verschütteten Personen heranzukommen, mussten während der Bergungsphasen Wände und Decken durchbrochen und sich durch Sofas, Teppiche, Holz und Eisen gearbeitet werden. Dazu kam noch das Arbeiten in sehr engen Röhren und Tunneln, um Rettungswege zu schaffen. Unter der schiefen Ebene wurden Hebekissen eingesetzt, um eine massive Betondecke mittels Abstützung durch eine Holzkonstruktionen anzuheben. Aus einer Tunnelröhre wurde mit Hilfe von einer Dreibeinkonstruktion eine verschüttete Person gerettet. An dem teilzerstörten Haus kam die Searchcam, eine Spezialkamera für die Suche nach verschütteten Personen, ebenfalls erfolgreich zum Einsatz. Parallel dazu wurden auch Rettungshunde des Deutschen Rettungshunde Vereins (DRV) des Medizinischen Katastrophen Hilfswerk (MHW) in der Flächensuche gezeigt. Ein hochmoderner RTW wurde vorgeführt und den Teilnehmern erklärt. Ferner demonstrierte die SEEBA ihre Betonkettensäge und die bislang einmalig im THW vorhandene Betonringsäge. Es waren für uns tolle Eindrücke, die unsere Gruppe von dieser Übung mitnehmen konnte sowie ein interessantes Zusammentreffen und -arbeiten. Das modulare Konzept des THW zeigte wieder einmal, wie gut die verschiedenen Einheiten des THW miteinander harmonisieren. Großes Lob an die Leitenden dieser Übung und alle Mitwirkenden. Die Gäste aus Israel waren sehr von unserem einheitlichen Auftreten, zügigem Hand-in -HandArbeiten und der ausgestrahlten Kameradschaft über das Übungsende hinaus sehr beeindruckt. Wir hoffen, die Israelis nehmen die Bilder und gesammelte Eindrücke mit nach Hause zu ihren eigenen Organisationen und geben diese an Ihre Kollegen weiter. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ FAG Ortung Übung am 18. 04. Die FachArbeitsGemeinschaft Ortung kümmert sich um die Belange der Ortungsgruppen, außerdem plant und führt sie verschiedene Treffen und Fortbildungen durch. Im Rahmen der FAG des THW Länderverbandes HHMVSH trafen wir uns mit der Ortungsgruppe aus Lübeck. Zweck dieses Treffens war, dass wir für die Lübecker eine kleine Übung organisiert hatten, um die Arbeitsweise und den Ausbildungsstand zu überprüfen. Als Übungsort hatten wir das Jugendfeuerwehrzentrum (auf dessen Gelände zu Übungszwecke ein Trümmerhaus steht) in Rendsburg gewählt. Pünktlich zum Mittag trafen die Lübecker ein und nach dem lecker Essen begann dann auch gleich die Übung. Der Zugtrupp, der uns bei der Übung unterstützte, wies die Kameraden aus Lübeck in die Lage ein. Angenommen wurden 5 vermisste/verschüttete Personen nach einer Gebäudeexplosion. Die Lübecker, die nur über die Technische Ortung verfügen, machten sich nach einer kurzen Erkundung gleich auf die Suche. Sie zeigten schnell, dass sie ein eingespieltes Team sind und orteten so auch zügig eine verschüttete Person nach der anderen und retteten sie aus den Trümmern. Trotz der Nähe zum Kanal mit seinem vorbeifahrenden Schiffen und der nahen Bahnstrecke,trotz der vielen Störgeräusche,  zeigte die Ortungsgruppe aus Lübeck, dass das in die Jahre gekommene Technische Ortungsgerät immer noch ein zuverlässiges Mittel in der Ortung von Verschütteten ist. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Bereichsausbildung PSAgA 05./06. + 12./13.03. in Rendsburg Da sich auch die Helfer der Ortung in absturzgefährdeten Bereichen aufhalten und arbeiten müssen, nahmen unter anderen Tobias und Mario an der Bereichsausbildung "Persönliche SchutzAusstattung gegen Absturz" (PSAgA) durch die Hamburger Höhenretter des THW auf dem Gelände des THW Ortsverband Rendsburg teil. An den beiden Wochenenden lernten die Teilnehmer die verschiedenen Teile und deren Gebrauch ihrer in den Bergungs- und Ortungsgruppen vorhandenen Schutzausstattung kennen. Nachdem an den Freitag Abenden jeweils Theorie gelehrt wurde, ging es Samstags in den extra für diese Ausbildung entwickelten und aufgebauten Gerüstturm, um das theoretisch gelernte praktisch umzusetzen. Am Ende der Ausbildungsveranstaltung nutzten die Teilnehmer das erworbene Wissen, um den Gerüstturm wieder  zu demontieren. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Übung 16.01. in Osterrönfeld Am Samstagnachmittag wurde der Technische Zug des THW OV Kiel zu einer Übung auf das Übungsgelände in Osterrönfeld gerufen. Vor Ort waren schon Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr und vom DRK. Während Feuerwehr- und THW-Kräfte gemeinsam das Gebäude unter Atemschutz aussteiften, um danach nach vermissten Personen zu suchen, waren Helfer der 2. Bergung und Ortung damit beschäftigt, verschüttete und verletzte Personen aus den angrenzenden Trümmern zu befreien und dem Sanitätspersonal des DRK zu übergeben. Die Rettungshunde suchten anschließend noch nach Vermissten in den für die Helfer unzugänglichen Bereichen. Bis in die späten Abendstunden waren die Einsatzkräfte bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt mit dem Retten der Verschütteten beschäftigt. Im Anschluß konnten sich alle noch in geheizten Zelten mit warmer Gulaschsuppe aufwärmen, bevor es wieder zurück in die Unterkünfte ging. . Copyright (c) 2011 www.Kieler-Rettungshunde.de  Alle Rechte vorbehalten